✔ Was bedeutet überhaupt tragfähig?
Ein Untergrund ist tragfähig, wenn er die aufgebrachte Bodenbeschichtung dauerhaft aufnehmen kann, ohne dass sich die oberste Schicht löst, nachgibt oder abbaut.
Entscheidend ist dabei nicht der massive Untergrund in der Tiefe, sondern ausschließlich die oberste, beschichtete Zone.
? Die Beschichtung haftet immer nur an dem, was direkt unter ihr liegt.
Ein Untergrund gilt als tragfähig, wenn er die folgenden Kriterien erfüllt:
✔ Fest und geschlossen
Die Oberfläche darf nicht sanden, kreiden oder mehlen. Lose Bestandteile führen unweigerlich zu Haftungsverlust und damit zu Schäden in der späteren Beschichtung.
✔ Mechanisch belastbar
Der Untergrund muss Kratz-, Druck- und Punktbelastungen standhalten, ohne auszubrechen, nachzugeben oder zu zerfallen. Nur so kann die Beschichtung dauerhaft sicher haften.
✔ Frei von Trennschichten
Staub, Schmutz, Öl, Fett, Wachs, Pflegemittel, Silikone, alte Anstriche oder Klebereste wirken wie eine Trennlage. Sie verhindern, dass Grundierung oder Beschichtung eine sichere Verbindung mit dem Untergrund eingehen.
✔ Gleichmäßig im Aufbau
Ein tragfähiger Untergrund darf keine mürben Zonen, keine Hohlstellen, keine abplatzenden Schichten und keine schwachen Reparaturstellen aufweisen. Die Fläche muss insgesamt gleichmäßig stabil sein.
✔ Nach der Vorbereitung haftfähig
Oft zeigt sich erst nach dem Schleifen, Fräsen oder Strahlen, ob der Untergrund tatsächlich die erforderliche Qualität besitzt. Erst dann lässt sich beurteilen, ob die Oberfläche die geforderte Haftzugfestigkeit für eine dauerhafte Beschichtung erreicht.